Paris – Es war Liebe auf den ersten Blick

Jeder kennt sie: Die Stadt der Liebe. Paris ist eine so wundervolle Stadt und auch wenn dort viel Hektik herrscht und ich Hektik eigentlich überhaupt nicht leiden kann, hat mich diese Stadt einfach geflasht. Keine andere Stadt hat mich bisher so beeindruckt wie Paris. Paris ist eine mega Metropole, die den Eindruck erweckt, als würde sie niemals schlafen. Egal zu welcher Uhrzeit man mit der Metro durch die Stadt fährt, die U-bahn ist immer voll. Manchmal mehr, manchmal weniger. Besonders morgens herrscht Hektik in den Metro Stationen. Viele sind auf dem Weg zur Arbeit oder zur Uni oder sonst wohin. Nachmittags und abends ist es zwar nicht viel weniger hektisch, da es immer hunderte von Leuten gibt, die an einem vorbei eilen, jedoch spürt man zu diesen Tageszeiten diese besondere Hektik vom morgen nicht mehr so sehr.  Ich habe so lange auf diesen einen Moment gewartet, den Moment, den Eiffelturm endlich mit eigenen Augen vor mir stehen zu sehen und ihn nicht nur in Filmen oder auf Fotos bewundern zu können. Und dann war er plötzlich da. Dieser Moment auf den ich solange gewartet habe.

Ich stand also endlich vor dem Eiffelturm und kam aus dem staunen nicht mehr heraus. Ich wusste natürlich, wie hoch der Eiffelturm war, nämlich ganze 324 Meter. Aber irgendwie konnte ich mir das vorher nie so richtig vorstellen wie hoch das eigentlich war und war dementsprechend baff als ich dann vor ihm stand.

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Es war einfach beeindruckend. Nachdem ich den ersten Eindruck vom Eiffelturm verarbeitet hatte ging es zu einem Gebäude/Platz genau gegenüber vom Eiffelturm. Ich habe leider keine Ahnung wie der heißt, habe überall nochmal nachgeguckt, aber finde leider nichts. Wenn ihr es eventuell wisst, könnt ihr mir es ja gerne sagen. (:

Vom Eiffelturm aus ging es dann weiter zum Triumphbogen. Natürlich haben wir (meine Begleitung und ich) uns erstmal verlaufen und haben mindestens 3 Menschen nach dem Weg gefragt, die uns freundlicherweise da auch weiterhelfen konnten. Als wir endlich dort ankamen stellten wir uns in der Warteschlange an, die zu meiner Überraschung, nicht besonders lang gewesen ist. Das Gute an Paris ist, dass Leute, die unter 25 und Europäer sind, umsonst in viele Museen und Sehenswürdigkeiten wie den Arc de Triomphe de l’Étoile kommen können. Und so standen wir dann oben auf dem Triumphbogen, haben die Aussicht genossen und mir wurde in diesem Moment zum ersten Mal so richtig bewusst, wie groß und wie wunderschön Paris doch eigentlich ist. Ich glaube auch, dass das der Moment war, in dem ich beschlossen habe, das ich unbedingt nochmal dorthin reisen möchte.

 

Die Champs-Élysées liegt in unmittelbarer Nähe des Triumphbogens, weshalb es sich anbot, dort auch noch etwas entlang zu flanieren. Allerdings fand ich diese noble Einkaufsstraße nicht ganz so sehenswert und finde, dass man sie ruhig weglassen könnte bei seinem Paris Aufenthalt. Leider ging der erste unserer 4 Tage ziemlich schnell zu Ende und wir hatten lange nicht das geschafft, was wir uns eigentlich für diesen ersten Tag vorgenommen hatten, weshalb ich etwas Angst hatte, das wir nicht alles, was wir uns ansehen wollten schaffen, aber diese Angst war völlig unbegründet. Klar, ein paar Sachen haben wir trotzdem nicht geschafft, aber die wichtigsten konnten wir abhaken.

Denn am nächsten Tag ging es weiter. Wir fuhren mit der Metro in die Stadt. Zum Louvre sollte es gehen. Leider haben wir vor unserer Planung nicht auf die Öffnungszeiten geschaut und mussten so bei unserer Ankunft feststellen, das der Louvre dienstags zu hat. Wir ließen uns davon aber nicht die Laune verderben, machten ein paar Fotos und  zogen weiter in den Jardin des Tuileries, ein wunderschöner Park von dem aus man, wenn man ihn geradewegs durchquert direkt zum Place de la Concorde kommt.

 

Nachdem wir den Platz ausgiebig erkundet hatten, beschlossen wir zum Friedhof Père Lachaise zu fahren. Ja, ihr lest richtig. Wir waren auf einem Friedhof in Paris! Dieser Friedhof ist nämlich nicht irgendein Friedhof. Dort liegen viele berühmte Persönlichkeiten begraben sind wie z.B. La Fontaine und Chopin. Wegen letzterem sind wir eigentlich nur dorthin gefahren. Ich selbst spiele auch Klavier und liebe Chopin. Ich bin fasziniert davon, was für Meisterwerke er geschaffen hat und wollte einfach unbedingt einmal zu seinem Grab. Leider war das nicht so einfach zu finden in dem Labyrinth aus Gräbern. Auf der Suche nach seinem Grab haben meine Begleitung und ich uns auch noch im Gräberdschungel verloren. Ich wollte aber die Suche nicht aufgeben und habe alles in Bewegung gesetzt, dieses verdammte (sorry!) Grab zu finden. Irgendwann habe ich einen Mann gefragt, der mir dabei geholfen hat, nach dem Grab zu suchen und am Ende haben wir es Gott sei Dank noch gefunden.

Meine Begleitung habe ich auch wieder gefunden, sie hat zum Glück am Ausgang gewartet und hat mich nicht noch weiter im Gräberlabyrinth gesucht. Jedenfalls war es eine nette Erfahrung, einmal über einen so großen Friedhof zu laufen, mit Gräbern wie man sie sonst noch nie gesehen hat. Wer etwas Gruselfeeling mag, dem kann ich einen Besuch des Friedhofs nur empfehlen.

Danach machten wir uns auf zum Eiffelturm. Leider hatten wir ein kleines Problem mit der Zeit, da wir so viel Zeit damit vertrödelt haben, das Grab zu finden und um 14 Uhr hatten wir eigentlich einen Termin, um mit unserem im Internet bestellten Ticket ohne anstehen auf den Eiffelturm zu fahren und anschließen noch eine Seine-Schifffahrt zu machen. Leider haben wir das nicht mehr rechtzeitig geschafft, was mich echt geärgert hat. Im Nachhinein ist mir auch bewusst geworden, dass man so ein Ticket eigentlich gar nicht braucht. Wir entschlossen uns nämlich, trotzdem auf den Eiffelturm zu gehen bzw. zu fahren. Die Schlange vor dem Turm war auch gar nicht so lang. Wo man allerdings etwas warten musste war vor den Aufzügen, die einen nach oben brachten. Aber das war alles halb so wild. Vielleicht lohnen sich diese Tickets wo man nicht anstehen muss mehr im Sommer, aber im Oktober hätten wir sie uns jedenfalls sparen können. Oben wurden wir dann mit dieser schönen Aussicht belohnt:

Danach ging es dann noch zur Kirche Notre Dame. Leider wurde der Platz von der Polizei geräumt, als wir dort ankamen und die Kirche evakuiert. Wir wissen bis heute nicht, was dort war, da dazu nichts im Internet oder in den Nachrichten kam. Hätten wir wirklich gerne mal gewusst.

Am nächsten Tag sind wir zu Schloss Versailles gefahren. Es ist so ein wunderschönes Schloss, nur leider viel zu überlaufen von Touristen. Wenn man durch die Räume des Schlosses läuft, wird man quasi nur noch vorwärts geschoben, aber ich finde, ein Besuch des Schlosses lohnt sich auf alle Fälle, schon alleine wegen der Parkanlagen.

Ihr solltet allerdings mindestens einen halben Tag für das Schloss und den Park einplanen, wobei man in einem halben Tag auch noch nicht alles gesehen hat.

Abends ging es für uns noch zur Sacré-Cœur. Ich kann euch echt nur empfehlen, abends dorthin zu fahren und das Flair dort zu genießen. Viele Leute saßen auf der Treppe, zwei Jugendliche haben gesungen und eine entspannte Atmosphäre lag in der Luft. Die Kirche von innen ist definitiv auch ein Muss! Es ist so schön von innen und ich finde es jetzt noch schade, dass man drinnen keine Fotos machen durfte. Ihr solltet allerdings vorsichtig sein, wenn ihr auf dem Weg zur Kirche seit, da dort sehr lästige Menschen auf euch warten, die euch gerne etwas an den Arm binden wollen und euch dafür teilweise sogar festhalten und es euch ohne euch zu fragen an euren Arm binden und euch dann dafür abzocken. Am besten ihr ignoriert die Rufe dieser Menschen und beeilt euch schnell weiter zu gehen.

Am nächsten Tag hieß es für uns schon wieder Abschied nehmen. Unser Zug zurück ging um 15:55 Uhr und unser Checkout aus dem Hotel war um 12. Also hatten wir noch etwas Zeit, eine Sehenswürdigkeit mehr zu erkunden und fuhren zur Saint-Eustache. Die Kirche liegt im 1. Arrangement und hätte ich früher gewusst, wie schön dieses Viertel ist, hätte ich mehr Zeit dafür eingeplant. Noch dazu kommt, dass es dort ein cooles Shoppingcenter gibt. Nämlich das Forum Les Halles. Dort gibt es Läden wie Zara, H&M, Esprit und mehr und man kann dort zu relativ normalen Preisen shoppen gehen. Anders war das in der Galerie Lafayette, die wir noch am selben Tag besucht haben, wo wir bei der Notre Dame waren. Dort kann man zwar auch günstige Sachen finden, aber das meiste ist schon relativ teuer. Aber was ihr bei der Galerie Lafayette auf jeden Fall machen solltet ist, in den 7. Stock fahren und die coole Aussicht von der Dachterrasse genießen!

Wenn ihr euch jetzt fragen solltet: Kann man überhaupt in der heutigen Zeit des Terrors noch nach Paris fahren dann lautet meine Antwort darauf ganz klar: Ja! Auch wenn ich zugeben muss, dass ich schon ein bisschen Angst hatte, nach Paris zu reisen und mir natürlich vorher meine Gedanken dazu gemacht habe, ich es aber trotz Angst gemacht habe, da ich mich nicht davon abhalten lassen möchte, irgendwohin zu reisen, wo ich schon immer gerne einmal hin wollte. Denn passieren kann heutzutage schließlich überall was und in Paris stehen so viele Soldaten und Polizisten, dass man sich dort einfach nur sicher fühlen kann. Wobei ich zugeben muss, dass man trotzdem also ich zumindest ein mulmiges Gefühl hatte zwischendurch gerade auch in dem Moment als der Platz an der Notre Dame geräumt wurde, aber wenn man so unterwegs ist vergisst man dieses Gefühl relativ schnell. Also, lasst euch von niemandem abhalten irgendwo hinzufahren und lebt eure Träume! (:

 

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