Die schönsten Wanderwege in Kärnten

Wenn man will, dann kann man sich in Kärnten kaputt wandern, denn es gibt unzählige, wunderschöne Wanderwege, egal ob auf einem Berg oder im Tal. Ein paar davon möchte ich euch nun vorstellen und zwar die, die für mich bisher am schönsten waren.

Beginnen möchte ich mit einer Wanderung, die ich so zuvor noch nie erlebt habe. Mit der Petzen-Kabinenbahn geht es auf 1708 Meter Seehöhe. Von dort aus habt ihr schon einen genialen Blick auf das Jauntal, die Berge und die Seen in der näheren Umgebung. Ich empfehle euch allerdings, nicht nur auf den Petzen zu fahren, um nur die schöne Aussicht zu genießen. Nein, viel mehr solltet ihr es in Kauf nehmen, euch ein bisschen anzustrengen und auf den 2012 Meter hohen Kniepssattel zu wandern. Das Panorama von dort ist grandiös und auf dem Weg zum Kniepssattel kommt ihr an einer alten Burgruine vorbei, was ich, als Burgenliebhaberin fast genau so toll fand wie die Aussicht von 2012 Metern Höhe. Wenn ihr oben auf dem Kniepssattel angekommen seit, könnt ihr sogar auf die slowenischen Berge schauen, da die Grenze von Österreich und Slowenien nicht weit vom Kniepssattel entfernt ist. Allerdings ist die Tour nichts für Menschen, die Höhenangst haben und schnell Schwindelattacken in höheren Lagen bekommen, da es auf dem Weg zum Kniepssattel relativ schmale Wege hoch geht und es rechts daneben in die Tiefe geht

Ankunft auf 1708 Metern Seehöhe auf dem Petzen.

Der Weg hinauf zum Kniepssattel

 

Ankunft auf dem Kniepssattel auf 2012 Metern Höhe

 

Meine zweite, schönste Wanderung führt euch auf den 2142 Meter hohen Goldeck, einem Berg der Latschurgruppe in den Gailtaler Alpen, südwestlich von Spittal an der Drau. Die Goldeck Bergbahn bringt euch bequem hinauf und von der Bergstation aus ist es nicht mehr weit bis zum Gipfelkreuz. Wir sind allerdings nicht nur bis zu diesem Kreuz gelaufen, sondern noch weiter bis zum Martennock auf 2039 Metern Höhe und von dort aus sind wir einem schmalen Weg bis hin zur Goldeckhütte gefolgt, wo wir uns mit einer warmen Frittatensuppe aufgewärmt haben, da es an diesem Tag doch etwas frisch gewesen war.

 

Die Bergbahnstation und das Goldeck Gipfelkreuz mit wunderschöner Aussicht

 

Der Weg zum Martennock, das Gipfelkreuz auf dem Martennock und eine Kuh

 

Ja, es kann durchaus auch passieren, dass euch auf eurer Wanderung zum Martennock eine Kuh über den Weg läuft, die erst einen halben Kilometer vor euch über den schmalen Weg lang trottet und euch nicht bemerkt und an der ihr dann auch nicht wirklich vorbei kommt. Es kann auch passieren, dass diese plötzlich umdreht, euch sieht und voller Schreck an euch vorbei rennt und ihr dann nach rechts auf das Grün springen und ausweischen müsst und das ihr dann genau so von dieser Kuh angeschaut werdet wie auf dem Bild als wöllte sie sagen „Was machst du denn auf einmal hier?“.

 

Der Wanderweg zur Goldeckhütte mit Bergpanorama, außerdem die Goldeckhütte mit Speisekarte

 

Eine weitere, schöne Wanderung führt euch auf den Dobratsch, einem 2166 Meter hohen Berg, der sich westlich von Villach befindet. Ihr könnt einen Teil mit dem Auto hoch fahren bis zum Parkplatz Rosstratte. Von dort aus könnt ihr entweder über den Fahrweg oder über den Jägersteig zum Gipfel gelangen. Ich empfehle euch allerdings den Jägersteig, jedoch solltet ihr für diesen relativ trittsicher sein. Wenn ihr auf dem Dobratsch angekommen seit, könnt ihr die windische und die deutsche Kirche bzw Kapelle besichtigen und dem Ludwig-Walter-Haus einen Besuch abstatten. Leider ist das Gipfelhaus nicht mehr so schön alt und urig, wie es früher einmal war und was ich unter uns gesagt viel schöner finde, als so neumodische Bauten auf den Bergen. Ich finde, auf Berge gehören einfach diese schönen, urigen, alten Berghütten und nicht so neumodische Dinger wie das Ludwig-Walter-Haus, dass 2010 fertig gestellt wurde.

 

Die vierte, meiner Wanderempfehlungen geht zur hohen Gloriette, einem Aussichtspunkt am Wörthersee oberhalb von Pörtschach. Von der Schiffsanlegestelle „Landspitz“ gelangt man entlang der Blumenpromenade in einem 30-minütigen Fußmarsch durch den Ort und dann leicht ansteigend zur hohen Gloriette. Auf dem Rückweg kommt man an der Ruine Leonstein vorbei, die aber meiner Meinung nach nichts besonderes ist.

 

Die hohe Gloriette mit Blick auf den Wörthersee und die umliegenden Berge sowie die Burgruine Leonstein

 

Auch schön ist es, einfach mit der Gerlitzen Kanzelbahn, die nördlich des Ortes Annenheim am Ossiacher See liegt, auf den 1199 Meter hohen Gerlitzen zu fahren und von oben den Paraglidern zuzusehen, wie sie langsam ins Tal hinunter gleiten. Wenn man dann genug vom zuschauen hat, kann man einfach bis zur mittleren Talstation laufen. Es lohnt sich, denn es ist ein sehr schöner Weg dort runter. Auf dem Weg hinunter zur Talstation könnt ihr dann noch der Kammerhütte einen Besuch abstatten und die Aussicht mit einem leckeren Kaiserschmaarn genießen.

 

Ebenfalls solltet ihr euch eine Fahrt mit der Kreuzeckbahn, einer Standseilbahn in Kolbnitz im Mölltal nicht entgehen lassen. Diese bringt euch auf 1211 Meter hoch. Von dort aus könnt ihr einige Wanderungen beginnen. Ich empfehle euch jedoch die Wanderung zur Poldi Hütte, nicht nur wegen der tollen Aussicht von dort oben, sondern auch weil diese Hütte noch ihr altes, uriges Flair hat.

Die Kreuzeckbahn mit Poldi Hütte

 

 

Mein letzter Tipp für die schönsten Wanderwege in Kärnten (wir wollen es ja auch nicht übertreiben) führt zum Kaninger Mühlenweg. Dieser ist ca. 3,5 Kilometer lang und einfach nur lohnenswert, nicht nur wegen den leckeren Plätzchen, die man in einer der Mühlen kaufen kann, allerdings nicht zu jeder Jahreszeit, sondern auch weil man viel durch die Schautafeln an Informationen über die Mühlen und den Bach, den Wald und die Holznutzung, über die Tiere im Wald sowie über bäuerliches Handwerk mitnehmen kann.

 

Impressionen vom Kaninger Mühlenweg

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